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Förderung von Biokraftstoffen der zweiten Generation

Volkswagen, der Mineralölkonzern Shell und der Anlagenbauer Lurgi haben im Rahmen einer Konferenz des Forums für Zukunftsenergien in Berlin ihre Ideen zur Herstellung und Förderung von Biokraftstoffen der zweiten Generation präsentiert.

ährend Ausschüsse des Bundestags über eine zukünftige Besteuerung von Biokraftstoffen berieten und sich auf eine Beimischungspflicht ab 2007 einigten, hatten die drei Unternehmen die Gelegenheit, die Vorteile der zukunftsfähigen Biokraftstoffe herauszustellen. Sie diskutierten ihre Erwartungen zusammen mit Ulrich Kasparick, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rolf Hempelmann, dem energiepolitischen Sprecher der SPD-Fraktion und Dr. Maria Flachsbarth, in der CDU/CSU-Fraktion für Erneuerbare Energien zuständig im Umweltausschuss. Das politisch unabhängige und branchenneutrale Forum für Zukunftsenergien zielt auf die Förderung einer ressourcen- und umweltschonenden Energieversorgung. Dafür bietet die Institution eine Plattform für Informationen und Kommunikation über die Gestaltung einer nachhaltigen Energiewirtschaft.

 

Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Konzern-Forschung von Volkswagen, stellte in seinem Vortrag über Biokraftstoffe der zweiten Generation deren Potenziale zum Einsparen von CO2  vor. Leohold machte deutlich, welche Rahmenbedingungen für eine langfristige Planung und Nutzung der Möglichkeiten erforderlich sind. Im Vergleich zu Biokraftstoffen der ersten Generation, wie Biodiesel  und Bioethanol, können synthetische, sogenannte Biomass to Liquid (BtL)-Kraftstoffe, einen bedeutend höheren Anteil der fossilen Kraftstoffe ersetzen.

 

Sie verursachen keine Kosten für die Verteilungs-Infrastruktur, da sie den konventionellen Kraftstoffen in beliebigen Verhältnissen beigemischt werden können. Leohold betonte, dass bei der Herstellung der Bio-Kraftstoffe der 2. Generation wie SunFuel anders als bei Biodiesel  und Bio-Ethanol der ersten Generation die ganze Pflanze genutzt werde, was deutlich größere Hektarerträge und gleichzeitig eine höhere CO2-Effizienz ermöglicht. Bis 2015 plant die Bundesregierung eine Steuerbefreiung für BtL. Volkswagen schlägt zur langfristig orientierten, technologieneutralen Förderung der Biokraftstoffe auf europäischer Ebene ein marktwirtschaftliches, auf CO2-Effizienz und Nachhaltigkeitskriterien basierendes Kraftstoff-Besteuerungsmodell anstelle einer Quotenregelung vor.

 

Um den Vorsprung hinsichtlich der Technologien zur Herstellung von Biokraftstoffen nicht zu verlieren und die Innovationskraft der hiesigen Entwickler zu nutzen, sind aus der Sicht von Volkswagen verlässliche Rahmenbedingungen unabdingbar. Nur unter diesen Rahmenbedingungen ist eine Investition in die innovativen Herstellungsverfahren von Biokraftstoffen der 2. Generation wirtschaftlich vertretbar.

 

Mehr zum Thema: Volkswagen

30. April 2007Ati

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